Messung von Duplex-Beschichtungen:
Warum der neue MiniTest-Sensor Ihnen die Qualitätskontrolle erleichtert

Duplex-Beschichtungssysteme bieten einen hervorragenden Korrosionsschutz, der Stahl über viele Jahre hinweg schützen kann. Konkret kombiniert ein Duplex-Beschichtungssystem zwei Schutzmethoden – typischerweise Lack- oder Pulverbeschichtung auf verzinktem Stahl – und schafft so einen Schutz, der beide Systeme übertrifft, wenn sie einzeln eingesetzt werden. Diese außergewöhnliche Leistungsfähigkeit macht Duplex-Beschichtungen unverzichtbar im Korrosionsschutz und im Automobilbau. Die genaue Messung dieser mehrschichtigen Systeme stellt jedoch eine Herausforderung für Ihren Qualitätskontrollprozess dar. Herkömmliche Messverfahren haben oft Schwierigkeiten, die Dicke einzelner Schichten präzise zu bestimmen. Hier macht die neue Sensortechnologie einen entscheidenden Unterschied! In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie fortschrittliche Messlösungen für Duplexbeschichtungen Ihren Qualitätskontroll-Workflow vereinfachen und die Präzision und Zuverlässigkeit gewährleisten, die Sie für einen langlebigen Korrosionsschutz benötigen.

Duplex Sensor vor Blechen

Die traditionellen Herausforderungen bei der Messung von Duplexbeschichtungen

Die Messung von Duplex-Beschichtungssystemen mit herkömmlichen Geräten ist nicht so einfach, da das anzuwendende Messprinzip vom Untergrund des Messobjekts bestimmt wird.

Bei der herkömmlichen Methode kommt eine kombinierte Anwendung aus Magnet- und Wirbelstromsonde zum Einsatz. Sie nehmen zwei Messungen vor: zunächst im Wirbelstrommodus für die Lackdicke, dann mit einem magnet-induktiven Sensor für die Gesamtdicke des Beschichtungssystems. Anschließend berechnen Sie die Zinkschichtdicke aus der Differenz.

Was diesen Sensor auszeichnet

Der neue Sensor FN Duplex, der nun von ElektroPhysik als Ergänzung zur bewährten Produktreihe der Schichtdickenmessgeräte MiniTest 700 eingeführt wird, löst diese Messprobleme durch eine simultane Dual-Prinzip-Technologie. Konkret misst er die individuellen Dicken sowohl der Lack- als auch der Zinkschicht in einem Duplex-Beschichtungssystem mit einer einzigen Messung.

So funktioniert es: Der Sensor nutzt gleichzeitig sowohl das magnetische (Eisen) als auch das Wirbelstromprinzip (Nichteisen). Das magnetische Prinzip misst die kombinierte Lack-/Zinkdicke über Ihrem ferritischen Substrat, während das Wirbelstromprinzip die Lackdicke über der nicht-ferritischen Zinkbeschichtung misst. Die Zinkdicke wird berechnet, indem die Lackdicke von der kombinierten Lack-/Zinkdickenmessung abgezogen wird.

Dieser neue Sensor funktioniert mit allen drei in Duplex-Beschichtungssystemen verwendeten Zinkarten: Feuerverzinkung, Galvanisierung und Zinkspritzbeschichtung. Die Messung beginnt bei einer Mindestzinkdicke von 0,45 mil oder 11 Mikrometern.

Messung von Coils

Wenn der Duplex-Modus nicht aktiviert ist, können Sie das MiniTest-Messgerät wie ein herkömmliches Kombinationsgerät für Eisen- und Nichteisenmetalle verwenden.

Praktische Vorteile für Ihren Qualitätskontrollprozess

Der Wechsel zum neuen Duplex-Sensor optimiert Ihren Prüfablauf erheblich. Ihre Qualitätskontrolle führt die Messungen in einem Schritt durch, anstatt mehrere Messwerte und manuelle Berechnungen miteinander zu jonglieren. Diese Effizienz ist entscheidend, wenn Sie große Strukturen oder mehrere Teile prüfen.

Der Duplex-Sensor arbeitet in Kombination mit einem Messgerät der MiniTest 700-Serie. Diese Serie von Schichtdickenmessgeräten bietet eine statistische Auswertung der gemessenen Werte sowie die Möglichkeit, Daten auf einen PC zu übertragen.

Die Bedienung des Geräts erfolgt über ein Menü auf einem grafischen Display. Anleitungen und Hilfetexte in 20 Sprachen führen Sie durch die Einstellungen. Vordefinierte Kalibrierprozesse helfen Ihnen bei der Kalibrierung gemäß internationaler Normen (ISO, SSPC usw.). Außerdem steht ein spezieller Messmodus zur Verfügung, um die Messung auf abrasiven Oberflächen zu optimieren.

Die Datenübertragung ist ebenso einfach und bequem. Sie können die auf den Geräten MiniTest 725/735/745 gespeicherten Messwerte ganz einfach über eine USB- oder Bluetooth-Verbindung auf PCs, Tablets oder Smartphones übertragen. Auf den Geräten MiniTest 725 und 735 können Sie bis zu 10.000 Messwerte speichern, auf dem MiniTest 745 bis zu 100.000.

So haben Sie die Möglichkeit, Messwerte vor Ort zu erfassen, die Sie später analysieren und archivieren können.

Fazit

Eine genaue Duplex-Beschichtungsmessung muss nicht kompliziert sein. Wie bereits erwähnt, macht diese Sensortechnologie das Rechnen und den Aufwand für Mehrfachmessungen bei herkömmlichen Methoden überflüssig. Sie erhalten präzise Messwerte sowohl für Lack- als auch für Zinkschichten in einem einzigen Schritt, was Ihren Qualitätskontrollprozess erheblich rationalisiert.

Zweifellos sind Geschwindigkeit und Genauigkeit entscheidend, wenn es darum geht, Stahl vor Korrosion zu schützen. Entscheiden Sie sich für eine Messlösung, die beides bietet, und Ihr Inspektionsablauf wird einfacher, während Ihre Dokumentation konform bleibt.