Antworten auf die häufigsten Fragen

Sie haben Fragen zu den Produkten von ElektroPhysik? Zu Anwendungsfällen, dem Reparaturservice oder zum SIDSP-Verfahren? Die häufigsten Fragen haben wir an dieser Stelle für Sie zusammengestellt und beantwortet.

Ist es möglich, die Schichtdicke von Nickel zu messen?
Es kommt tatsächlich auf die Art der Nickelschicht an.

Nickelschichten können auf zwei verschiedene Arten auf ein Substrat aufgebracht werden:
Im Fall von stromlos aufgetragenem Nickel, auch chemischer Nickel genannt, wird das zu beschichtende Material in eine Nickel-gesättigte Lösung gelegt und der Nickel aus der Lösung lagert sich auf dem Material ab. Üblicherweise enthält diese Lösung auch Phosphor und sobald der Phosphorgehalt der Nickelablagerung größer als 10% ist, weist die Nickelschicht quasi keine ferromagnetischen Eigenschaften mehr auf. Stromlos auf ferromagnetischem Stahl aufgebrachter Nickel kann mit einem magnetinduktiv arbeitenden MiniTest Gerät gemessen werden. Die Messung von Nickelschichtdicke auf nichtferritischen Metallen kann nur zerstörend mittels des coulometrischen Verfahrens erfolgen.

Bei einer galvanisch aufgetragenen Nickelschicht befinden sich das Substrat (an der Kathode) und der Nickel (an der Anode) in einem elektrolytischen Bad, durch das Strom geleitet wird, um Nickel auf dem Substrat abzulagern. Galvanischer Nickel ist immer ferromagnetisch und seine Dicke kann im Bereich bis 50µm auf Stahl mit einem MikroTest NiFe50 und auf Nichteisenmetallen mit den Modellen MikroTest Ni gemessen werden.

Ist Stahl nicht immer magnetisch?
Das sollte man annehmen, aber leider ist es nicht ganz so einfach. Der Begriff „Stahl“ bezeichnet schmiedbares Eisen, dessen Kohlenstoffgehalt zwischen 0,01 und 2,06 % liegt und keine weiteren Stoffe enthält, folglich ist der in dieser Form auch oft als Kohlenstoffstahl bezeichnete Stahl magnetisch.
Werden dem Stahl weitere Stoffe, z.B. andere Metalle, hinzugefügt, handelt es sich streng genommen um metallische Legierungen, die aber trotzdem noch als Stahl bezeichet werden. Das europäische Stahlregister listet mit Stand 2017 mehr als 2400 Stahlsorten.

Zu den bekanntesten Stahlsorten zählt Edelstahl als Sammelbegriff für nicht-rostende Stähle. Edelstahl enthält in der Regel mehr als 10% Chrom sowie weitere Bestandteile wie zum Beispiel Nickel, Titan oder Molybdän, um die Korrosionsbeständigkeit zu erhöhen. Edelstahl trifft man unter verschiedenen Handelsnamen wie V2A, Cromargan, NIROSTA® u.a. an.

Handelt es sich bei dem Edelstahl um eine Chromstahllegierung ist dieser ebenfalls magnetisch. Sobald Zu dem Chromstahl noch Nickel legiert wird, ist bestenfalls noch ein schwacher Restmagnetismus anzutreffen und sobald noch Molybdänanteile in die Legierung kommen, verliert der Edelstahl seine magnetischen Eigenschaften vollständig.

Sollten Sie unsicher sein, ob der von Ihnen verarbeitete Werkstoff magnetisch oder unmagnetisch ist, berät Sie unser Vertriebsteam gern.

Wie kalibriere ich auf rauen Oberflächen?
Gar nicht

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SIDSP-Verfahren

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SIDSP® ist eine von ElektroPhysik entwickelte, weltweit führende Technologie
für Schichtdicken-Sensoren.
10 Jahre Reparaturservice

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Wenn Sie eines unserer hochwertigen Messgeräte kaufen, dann können Sie sicher sein, dass Sie auf eine zukunftsfähige Technologie setzen.